Hubert Kaufmanns Arbeiten beginnen dort, wo digitale Bilder gewöhnlich unsichtbar bleiben. Ein Teil entsteht im Sensor selbst, in einer geschlossenen Kamera, in die kein Licht fällt. Sichtbar wird dann nicht die Welt, sondern das Material: Wärme, Zufall, die kleinsten Schwankungen im Sensor. Ein Bild vor jedem Bild, ein Pre-Image. Ein anderer Teil folgt dem Weg, den Bilder heute nehmen, bevor sie uns erreichen. Jedes Gerät, jeder Bildträger hinterlässt darin seine eigene Spur.
Täglich entstehen Bilder, hinter denen keine Welt mehr steht, und sie wirken glaubwürdig. Genau hier setzen die Arbeiten an. Sie verlangen keinen Glauben an das, was sie zeigen. Sie zeigen, woraus ein Bild besteht, bevor wir ihm glauben.
Bild als Ereignis, nicht Abbild. Das Werk beruhigt nicht. Es macht den Verlust sichtbar.